Mortier Next Generation Award
Der Preis
Der Mortier Next Generation Award wird alle zwei Jahre vergeben. Mit dem Award werden Projekte von Künstlerinnen und Künstlern unterstützt, die am Anfang ihrer Karriere stehen und außergewöhnliches Talent erkennen lassen. Der Mortier Next Generation Award ist mit bis zu 30.000 Euro dotiert. Die Summe kann auf einen ersten, zweiten und dritten Preis aufgeteilt werden.
Fellowship
Der Gewinn des Mortier Next Generation Awards ist mit einem mehrmonatigen Fellowship am Wissenschaftskolleg zu Berlin verbunden, das in jedem akademischen Jahr einer Gruppe von Wissenschaftlern und Künstlern aus diversen Disziplinen Arbeitsaufenthalte anbietet. Die Ausgestaltung und die Organisation der Fellowships obliegen dem Wissenschaftskolleg.
Was wir fördern
Mit dem Preisgeld soll ein im Sinne des Theater-Erneuerers und -Visionärs Gerard Mortier zu entwickelndem Projekt unterstützt werden. Mortier hat seine Philosophie und sein Selbstverständnis in den Büchern Dramaturgie einer Leidenschaft (Bärenreiter/J.B. Metzler; französische Ausgabe: Dramaturgie d’une passion, Bourgois) und Das Theater, das uns verändert (Bärenreiter/J.B. Metzler; spanische Ausgabe: In audatia veritas – Reflexiones sobre la ópera, el arte y la política, Confluencias) ausführlich dargelegt. Auf diese Schriften wird ausdrücklich verwiesen.
Philosophie
I
Gerard Mortier war ein wagemutiger Erneuerer des Musiktheaters, der stets nach Mitteln und Wegen suchte, durch die komplexeste aller Künste immer wieder das Leben unserer Zeit zu verstehen und zu befragen. Er glaubte fest an die Modernität und Vitalität der Gattung, und das hieß für ihn vor allem: an die Entdecker- und Forschungsarbeit all jener, die sie ermöglichen – Komponistinnen und Librettisten, Musiker und Regisseurinnen, Bühnenbildner, Techniker und Kostümdesignerinnen, Licht- und Videokünstler... Hohe Bedeutung hatte für ihn dabei die Förderung und Begleitung junger Talente.
II
Der Förderpreis Mortier Next Generation Award soll dazu beitragen, den Geist dieses dynamischen, für das Jetzt wachen, dem Morgen zugewandten und dabei immer das Große und Ganze mitreflektierenden Selbstverständnisses weiterzugeben. Er wird an junge professionelle Künstlerinnen und Künstler vergeben, die am Anfang ihrer Karriere stehen und ein eigenes Projekt entwickeln wollen. Die Preisträger erhalten die Möglichkeit, ihr Vorhaben im Dialog mit prominenten Tutoren in Theorie und Praxis zu erarbeiten.
III
Mit dem Preisgeld soll ein im Sinne des Theater-Erneuerers und -Visionärs Gerard Mortier zu entwickelndem Projekt unterstützt werden. Mortier hat seine Philosophie und sein Selbstverständnis in den Büchern Dramaturgie einer Leidenschaft (Bärenreiter/J.B. Metzler; franzöische Ausgabe: Dramaturgie d’une passion, Bourgois) und Das Theater, das uns verändert (Bärenreiter/J.B. Metzler; spanische Ausgabe: In audatia veritas – Reflexiones sobre la ópera, el arte y la política, Confluencias) ausführlich dargelegt. Auf diese Schriften wird ausdrücklich verwiesen.
IV
Die Fördersumme wird von Sponsoren, Mäzenen und/oder öffentlichen Geldgebern zur Verfügung gestellt. Bislang vier europäische Partner haben sich bereits in diesem Sinne engagiert: Die ersten vier Förderpreise konnten aus Mitteln der Regionalregierung Flandern (Belgien), der Freunde der Salzburger Festspiele (Österreich), der Fondation Pierre Bergé – Yves Saint-Laurent (Frankreich) sowie der Ruhrtriennale / Landesregierung Nordrhein-Westfalen (Deutschland) finanziert werden. Dieses Jahr wird der Preis durch die Teatro Real in Madrid unterstützt.
V
Der Mortier Next Generation Award wird ferner vom Wissenschaftskolleg Berlin durch ein mehrmonatiges Fellowship unterstützt.
VII
Die Auswahl der Förderpreisträger wird auf Basis einer öffentlichen Ausschreibung von einer Jury getroffen. Ihr gehören Mitglieder des Vorstands des Vereins Mortier Awards sowie kooptierte Gäste und Vertreter der Parterorganisationen an.
Bewerbung
Zur Bewerbung um den Mortier Next Generation Award berechtigt sind ausschließlich natürliche Personen, die zum Einreichungsstichtag das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Ausnahmen können Personen gewährt werden, die ihre beruflichen Aufgaben zeitweilig ruhen lassen mussten, zum Beispiel für Kinderbetreuung (Mutterschutz, Elternzeit), Pflege von Angehörigen oder wegen schwerer Erkrankung. Für diese Personen kann die Altersgrenze durch die Jury um bis zu zwei Jahre erhöht werden.
Es versteht sich von selbst, dass die Beurteilung der Bewerbungen ausschließlich auf Grund ihres konzeptionell-künstlerischen Potenzials erfolgt, ungeachtet der sozialen Herkunft, des Geschlechts, der kulturellen, religiösen, sexuellen Orientierung oder Weltanschauung der Bewerberinnen und Bewerber.
Bewerbungen für den Mortier Next Generation Award 2027 können ab den 30. Juni 2026 und bis zum Freitag, 30. Oktober 2026 ausschließlich per E-Mail an die Adresse [email protected] eingereicht werden.
Das Preisgeld ist ausdrücklich für die Phase der Projektentwicklung gedacht, nicht als Zuschuss zu Produktionskosten. Die Bewerbungen sollten eine präzise, anschauliche inhaltlich/konzeptionelle Beschreibung des avisierten Projekts enthalten und einen Bezug zu den Grundsätzen Gerard Mortiers erkennen lassen. Detaillierte Angaben zu seiner Umsetzung (Technik, Budget etc.) sind nicht erforderlich, die Möglichkeit einer zeitnahen Realisierung sollte allerdings nachvollziehbar sein. Projektbeschreibungen werden in konziser Form erbeten: maximal 5 Seiten (gegebenenfalls plus Fotos, Skizzen, kurze Videos). Große Dateien bitten wir via WeTransfer zu versenden. Die Entscheidung über die Vergabe des Awards wird von einer unabhängigen Jury Anfang Dezember 2026 getroffen .
Verwendung des Preisgeldes
Mit dem Preisgeld in Höhe von bis zu 30.000 Euro soll das prämierte Projekt bühnenreif entwickelt werden. Das Preisgeld ist ausschließlich für die Entwicklung und Realisierung des Projekts einzusetzen.
Sämtliche mit dem Projekt zusammenhängende Steuern und Abgaben sind von dem Leistungsempfänger zu tragen.
Anmerkung: Die Verwendung des generischen Maskulinums dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit. Gemeint und angesprochen sind damit unterschiedslos alle Geschlechter.